Vita

Studium

Geboren in Krefeld am 5. November 1953 kurz vor Mitternacht machte ich 1974 das Abitur am Moltke-Gymnasium. Mein großes Interesse für alles, was mit Kunst, Musik und Literatur zusammenhängt, konnte ich während meines Kunst- und Germanistik-Studiums in Essen weiterentwickeln und vertiefen. 1981 legte ich  mein Examen für das Lehramt am Gymnasium ab. Helmut von Arz begleitete die dazu gehörende künstlerisch-praktische Gestaltungsarbeit mit dem Titel Fläche und Raum als Mittel experimentellen Gestaltens.

1983-2011 Kulturfabrik

1982/83 war ich Referendar am Krupp-Gymnasium in Duisburg. Parallel dazu gründete ich 1983 zusammen mit vielen anderen Kulturinteressierten die Krefelder Kulturfabrik, deren ehrenamtlicher Vorsitzender ich von 1991-1996 war. In diese Zeit fiel auch der Umbau des ehemaligen Schlachthofs zur heutigen Veranstaltungshalle. Bis 2011 arbeitete ich parallel zu Beruf und Familie bei der Gestaltung des Programms mit.

1985-2019 Mercator-Gymnasium, Duisburg

Nach Übergangsbeschäftigungen (Kunstunterricht in Köln, Zeichenlehrer an der VHS Krefeld) kam ich 1985 zum Mercator-Gymnasium in Duisburg. Hier arbeitete ich als Kunst- und Deutschlehrer und entwickelte das künstlerische Profil der Schule. Neben dem Vorsitz in der Kunstfachschaft war ich verantwortlich für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Plakatgestaltung und von 2008 bis zu meiner Pensionierung im August 2019 Didaktischer Leiter.

Besonders in Erinnerung werden die schönen Begegnungen mit vielen sehr talentierten Schülerinnen und Schülern und deren Herzlichkeit bleiben. Einige Highlights: In den Jahren 1988 bis 96 entwarf ich diverse Bühnenbilder für die Theater-AG. 2001 gestaltete ich zusammen mit meinem Kollegen Detlev Mahnert (Texte) die Festschrift mercator mal hundert zum 100-jährigen Jubiläum der Schule. 2003 gewannen die Schülerinnen und Schüler meines Kunst-Leistungskurses den bundesweiten Wettbewerb Jugend interpretiert Kunst, unter anderem mit einer gemeinsamen Fahrt nach Paris belohnt. Und selbstverständlich bleiben neben den vielen unterrichtlichen Freuden auch die fast 30 Jahre als Betreuer der Schülerzeitung Hackbrett unvergessen.

Künstlerisches

In den Anfangsjahren meiner Schullaufbahn gelang es mir noch, zumindest auf Reisen künstlerisch tätig zu sein. Zunehmendes schulisches Engagement, die Vertiefung der ehrenamtlichen Arbeit in der Kulturfabrik und die Geburten meiner drei Söhne ab 1992 schränkten mich in meiner künstlerischen Entfaltung sehr ein. Zwar kam es 1994 in der alten KuFa-Galerie noch zu einer Ausstellung unter dem Motto Wasser und Stein – Strukturen des Nordens und – auf Einladung meines Kunstlehrers Wolfgang Martens – zu einer Ausstellungsbeteiligung 2001 in Kronenburg. Aber: Kunst erfordert eine intensive gedankliche Auseinandersetzung mit Motivik und Bildvorstellungen – und Zeit für deren adäquate Umsetzung.

1997 begann ich daher, meinem Interesse an der Musik mehr Platz einzuräumen und erfüllte mir den Traum, Saxophon spielen zu lernen. Zunächst autodidaktisch nahm ich bald Unterricht bei Ute Mansel und konnte so freie Zeitphasen kreativ füllen. Heute hat die Musik einen wesentlichen Anteil in meinem Leben. Nach verschiedenen Workshops und dem Zusammenspiel in kleinen Formationen habe ich meine Heimat im Jazz-Quartett Out.Off gefunden.

Seit meiner Pensionierung im Sommer 2019 finde ich genügend Zeit, meinen künstlerischen Interessen intensiv nachzugehen. Und so tritt neben die Musik auch wieder die Bildende Kunst. Mit der Bildserie Lineaturen hat ein neuer Abschnitt begonnen.

2020 habe ich an der Ausstellung „Stay Home / Mail Art“ des Krefelder Kaiser-Wilhelm-Museums teilgenommen. Die aus verschiedensten Ländern eingesandten Arbeiten wurden vom 19. Juni bis 11. Oktober 2020 in Studio 2 gezeigt. Anfang 2021 erschien mein Buch „Lineaturen 2020“, das als „Ausstellung im Buchformat“ konzipiert ist. Die Westdeutsche Zeitung schreibt am 28.01.2021 dazu: „Janssens Linienkompositionen als Buch“. Im Juni erschien in der Reihe Krefelder Künstler ein Porträt: Rheinische Post, 12.06.2021.

Zu der im Juni 2021 eröffneten Ausstellung „Hommage an Joseph Beuys“ in der Krefelder Galerie 35blumen, an der ich mit einer dreiteiligen Arbeit teilgenommen habe, wurde ein Katalog aufgelegt. Presse: Westdeutsche Zeitung, 17.06.2021

Von August bis Oktober 2021 entsteht unter dem Titel TRANSPARENTE eine Mappe mit 18 Monotypien / Zeichnungen auf Transparentpapier. Ihre Bezeichnung „Atrament“ bezieht sich auf den verwendeten Farbton. Oft sind hier Acrylfarben mit Tusche und Farbstift kombiniert. Ende Oktober 2021 erscheint ein Heft mit Zeichnungen aus dieser Serie und Gedichten von Gabriele Steiner-Janssen: Weltenwandel.

Oktober 2021: Nominierung zum PalmArtAward 2021. Der Palm Art Award ist ein international ausgeschriebener Wettbewerb, der seit 2002 für „herausragende Künstler in den Sparten Malerei, Grafik, Fine Art Fotografie, Digitale Kunst, Installation und Skulptur“ ausgeschrieben wird. Die Entscheidung der Jury fällt kurz vor dem Jahreswechsel.

Vom 12.-18. Dezember 2021 Teilnahme an der Expo Metro New York. Mit einer riesigen Plakatwand und Arbeiten von Künstlern aus der ganzen Welt startet die ExpoMetro ihre Grand Tour of America im Herzen von Manhattan/New York City. Es entsteht ein kollektives Kunstwerk mit einem etwa 6 x 9 Meter großen Poster. Mein Gemälde: Lineatur 036